Was wäre, wenn Busse nicht mehr strikt nach festen Fahrplänen fahren müssten, sondern dann, wenn sie tatsächlich gebraucht werden? Wenn sie digital vernetzt sind, flexibel auf Nachfrage reagieren sowie sicher und zuverlässig durch München unterwegs sind? Genau diesen Fragen widmet sich das Forschungsprojekt MINGA, das seit 2023 in München untersucht wird
MINGA steht für „Münchens automatisierter Nahverkehr mit Ridepooling, Solobus und Bus-Platoons“. Hinter diesem etwas technischen Namen verbirgt sich ein einfaches Ziel: Der öffentliche Nahverkehr soll moderner, flexibler und besser auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt werden. Bestehende Angebote sollen dabei nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt und weiterentwickelt werden. Das untenstehende Video gibt Ihnen einen ersten Einblick, worum es bei MINGA geht.
Im Projekt werden verschiedene innovative Mobilitätsformen getestet:
MINGA untersucht, wie der Nahverkehr im Alltag besser funktionieren kann: Mit kürzeren Wegen, geringeren Wartezeiten und besseren Anschlüssen, die sich stärker an der tatsächlichen Nachfrage orientieren. Auch bei knapper werdendem Personal soll ein flächendeckender ÖPNV für die Münchner Bevölkerung gewährleistet bleiben. Digitale Vernetzung und intelligente Steuerung übernehmen dabei viele Prozesse im Hintergrund.
Ein zentraler Aspekt liegt auf der Alltagstauglichkeit. Die neuen Angebote sollen für alle Menschen nutzbar sein – unabhängig von Alter, körperlichen Einschränkungen oder technischer Erfahrung. Barrierefreiheit, Sicherheit und einfache Bedienbarkeit sind deshalb wesentliche Projektbestandteile. Gleichzeitig werden rechtliche Rahmenbedingungen geprüft und Sicherheitskonzepte weiterentwickelt, um automatisierte Fahrzeuge schrittweise in den bestehenden ÖPNV zu integrieren.
MINGA versteht Mobilität nicht nur als technische Aufgabe, sondern stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Effizienz, Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit sollen zusammenwirken, damit der öffentliche Nahverkehr auch langfristig zuverlässig und leistungsfähig bleibt – insbesondere in einer wachsenden Stadt wie München.
Das Projekt läuft bis Mitte 2027 und wird im Rahmen der Förderrichtlinie „Autonomes und vernetztes Fahren in öffentlichen Verkehren“ vom Bundesministerium für Verkehr mit rund 13 Millionen Euro gefördert. Getragen wird MINGA von einem interdisziplinären Konsortium aus 16 Projektbeteiligten aus Verwaltung, Forschung und Wirtschaft. Gemeinsam erproben sie praxisnah, wie autonome und digital vernetzte ÖPNV-Systeme in München erfolgreich umgesetzt werden können. Neben der Landeshauptstadt München arbeiten im Projekt Betreiberunternehmen, Bushersteller sowie Technologie- und Forschungspartner eng zusammen. Unterstützt wird das Projekt durch vier assoziierte Partner*innen, die dem Projekt fachlich und beratend zur Seite stehen.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, kontaktieren Sie uns gerne unter projekt-minga@muenchen.de.
Partner*innen im Projekt:

Assoziierte Partner*innen:

Fördermittelgeber:
